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KiT - Angewandte Kinesiologie in Thüringen & Oberfranken
Norbert Kasper
Schubertstraße 4
96231 Bad Staffelstein

                        

Infos zum Thema
Stress und Stressbewältigung

 

                

 

 

 

1. Definitionen

Stress:
Herkunft des
   Begriffs:
aus der Physik ( Materialprüfkunde): Der Druck der nötig ist, um ein Material zu verformen.
Medizinische
   Übertragung:
in der Neurologie: Der Druck der nötig ist, damit ein Mensch nervlich zusammenbricht.
Psychosoziale
   Übertragung:
Umwelteinflüsse, die den Menschen belasten.

Vorteile:

Druck führt über uralte interne Programme (Flucht- und Kampfreflexe) zu erhöhter Handlungsbereitschaft!

Management:
Herkunft (lat.): manceps agere = als Macher handeln
Bedeutung (engl.): Handhabung, Verwaltung, Kunstgriff, geschickte Behandlung

 

 

 

2. Natürliche Stressquellen

Lärm
ab 60 dBA   = Fahrgeräusche Auto, Streit, Staubsauger, gefährlich
ab 100 dBA = Turbinengeräusche, Tiefflieger, gesundheitsschädlich

Optischer Stress
mobilisiert in hohem Masse Kampf- und Fluchtreflexe
Stroposkop-Licht (z.B. in Discotheken) mit 15 Herz verursacht Ohrensausen,
   Augenflakkern, Übelkeit, Erbrechen und
selten sogar epileptische Anfälle

Dichte-Stress
Jeder Mensch trägt um sich verschiedene unsichtbare Kreise. Jedes Eindringen in diese Kreise durch Unbefugte, wird als Bedrohung empfunden.

 

 

3. Riskante Manöver

Bewegungsmangel (z.B. aus Angst und Furcht)
falsches Sitz- und Stehverhalten belastet die Wirbelsäule
fehlender Bewegungsausgleich bei sitzender Tätigkeit
Dauerbelastungen
permanente Stressreize ohne ausreichende Entspannungsphasen
Suchtverhalten zur Entspannung
Nikotin, Alkohol oder auch Drogen
übertriebene sportliche Aktivitäten
                

 

 

 

4. Stressstadien

Stress ersten Grades

In einem Augenblick des Schocks (oder wenn die Erschöpfung uns schließlich überwältigt) ziehen Gehirn und Körper Blut von der Körperoberfläche ab. Vorrangig ist jetzt Angriff oder Flucht (Neandertaler-Effekt) und das Blut geht in die Muskeln, die diese Tätigkeiten ausführen.

Das selbe Grundprinzip findet auch im Gehirn statt. Die Durchblutung zieht sich von der Oberfläche zurück und geht dorthin, wo die instinktiven Überlebensmechanismen ablaufen, also tief ins Innere. Dies beschränkt bewusstes, freies Denken auf das Minimum, das zum Überleben notwendig ist. Das ist der Grund dafür, dass wir bei Stress Denkblockaden haben. Unsere geistige Schärfe ist gleich Null.

Dieses Stressstadium erkennen Sie an glasigen, trüben oder extrem "müden" Augen.

Ein guter Rat: Kaltes Wasser trinken, entspannen und schlafen, damit sich der Körper wieder balancieren kann!

 

Stress zweiten Grades

Wenn Stress über Stunden oder Tage hinweg ungelöst bestehen bleibt, greifen seine chemischen Auswirkungen die Tiefenwahrnehmunq an. Die Tiefenwahrnehmung ausgeschaltet zu haben ist nicht zum Lachen. Und wirklich sind Leute im zweiten Stressstadium dadurch zu charakterisieren, dass sie "nicht amüsiert" sind. Es gibt wenig Heiterkeit, wenn man tollpatschige Dinge tut oder ärgerliche kleine Unfälle hat, und genau das passiert, wenn deine Tiefenwahrnehmung "aus" ist.

Eine gute Idee ist es, mehr Wasser zu trinken (ein bis drei 0,2l Gläser stilles oder Leitungswasser wirken als Soforthilfe, nach ca. 10 min. noch einmal ein bis zwei Gläser helfen spürbar!!) , damit die Stresschemie aus dem Körper gespült werden kann. Ruhen Sie sich aus, entspannen Sie mehr! Aber das tatsächliche Thema ist, dass irgendein Stressor ungelöst ist. Lösen Sie das Problem ab und treffen Sie die neue WAHL, die zu einer positiven Handlung im Hier und Jetzt führt.

Dieses Stressstadium erkennen Sie daran; Weiß zeigt sich unter einer Iris.

Ein guter Rat: Heißes Wasser  - schluckweise - trinken, ein heißes Bad zum Entspannen und schlafen, damit sich der Körper wieder balancieren kann!

 

Stress dritten Grades

Weiß unter beiden Iriden bedeutet anhaltende Melancholie - ein tiefer Kummer, der unterschwellig hinter allem liegt, was ein Mensch denkt oder sagt. Dieses Gefühl des "Nicht-mit-sich-Einsseins" trübt alle Handlungen und Beziehungen.

Um das dritte Stressstadium zu erreichen sind wir natürlich zuerst durch die beiden anderen gegangen. Als erstes haben wir den ursächlichen Stressor erkannt, als zweites haben wir die Entscheidungen vermieden, die ihn hätten lösen können. Nachdem wir seine eigentliche Ursache nicht abgelöst haben, leben wir jetzt mit den unangenehmen Folgen. Offensichtlich wird es Zeit, uns um unseren Stress zu kümmern, damit wir den Stressor loswerden können.

Dieses Stressstadium erkennen Sie daran: Weiß zeigt sich unter beiden Iriden.

Ein guter Rat: Jetzt ist es Zeit, die Hilfe zu finden, die du brauchst. Triff die Wahl, es dir ab sofort besser gehen zu lassen. Niemand anderer kann das für dich tun!!

 

Denken Sie daran: Stress kommt vermindertem Bewusstsein gleich!

 

Wir Menschen machen den großen Fehler zu glauben, dass wir uns unter bewusster Kontrolle haben, nur weil wir noch bei Bewusstsein sind. Das ist aber leider nicht der Fall:

Unter Stress verfallen wir in unsere alten Denk- und Handlungsmuster, die auf negativen Emotionen gründen. Unter Stress werden unsere Grenzen drastisch enger. Versuchen Sie nur einmal, unter Stress besser zu lesen. Der schlechteste Weg, mit Stressoren umzugehen, ist zu leugnen, dass es sie gibt. Stressoren wirken wie unterdrückte Emotionen. Die "Negative Emotionale Ladung" (wird bei einer kinesiologischen Beratung in Prozent ausgetestet) eines Stressors zu leugnen, vervielfacht seine Macht und gibt ihm genau die Energie, die er braucht um groß und größer zu werden. Wir können sie dadurch lösen, dass wir sie erkennen und in Liebe annehmen.

Sehr hilfreich dabei kann die Angewandte Kinesiologie sein, die Werkzeuge zur Lösung anbietet.

Noch ein guter Rat: Übernehmen Sie Verantwortung!!! In dem Augenblick, in dem Sie sich gestresst, übermüdet oder einfach "von der Rolle" fühlen, befolgen Sie folgende drei kleinen Schritte:

1. Schauen Sie in einen Spiegel -> Welches Stressstadium blickt Ihnen entgegen?

2. Würdigen Sie das, was Sie sehen -> Ergreifen Sie positive Gegenmaßnahmen (wie oben
    beschrieben)!

3. Wenn Sie das Gefühl haben, Sie können den Stressor nicht alleine lösen: Holen Sie sich
    JETZT Hilfe!

               

 

 

5. Der Stressmechanismus

Stress existiert, weil wir das Gefühl haben, wir könnten mit dem, was um (oder in) uns vorgeht, nicht umgehen. Für die meisten von uns geschieht das mindestens einmal am Tag auf irgendeiner Ebene. Da gibt es kein Entrinnen. Jeden Tag konfrontiert uns das Leben mit unerfreulichen, unerwarteten und/oder unerwünschten Ereignissen und Situationen. Es gibt keinen Weg, Stress zu vermeiden. Tatsache ist: Stress vermeiden heißt Leben vermeiden. Wenn Sie leugnen, dass Sie im Stress sind, versagen Sie sich die Möglichkeit, irgend etwas zu tun, um den Stress abzulösen.

Reaktionen im Körper

Die zentrale Steuerdrüse in unserem Körper ist die Hirnanhangsdrüse oder auch Hypophyse genannt. Sie wird über die Worte respektive Gedanken und den damit verknüpften Emotionen gesteuert. Gleichgültig, ob die Worte positiv oder negativ sind, wird sie aktiviert. Empfinden wir dabei Emotionen wie Wut, Zorn, Hass, Neid, Aggression, Angst, sendet die Hypophyse einen Botenstoff - ein Hormon - an die Nebenniere und aktiviert das Hormon Adrenalin. Adrenalin hat nun mehrfache Wirkungen:

Es schaltet die Verdauung ab. Dies führt zu dem "komischen" Gefühl im Bauch, das 
   jeder kennt.

Es erhöht die Herzfrequenz um dem Gehirn mehr Blut und Sauerstoff
    zuzuführen.

Es schaltet das Immunsystem - die Thymusdrüse ab.

Dies ist ein Programm aus der Zeit, als wir noch Jäger und Sammler waren. Zu dieser Zeit gab es drei elementare Verhaltensmuster: Angriff, Flucht oder sich Totstellen. Das haben wir uns über Millionen von Jahren bis zum heutigen Tag - als Neandertaler-Effekt - erhalten und entsprechend reagiert der Körper immer noch:

Die Körperfunktionen werden sofort auf das Notwendigste reduziert. Verdauung braucht man bei höchster Gefahr nicht, ebensowenig das Immunsystem. Das Gehirn soll mehr Sauerstoff erhalten, damit wir auf die "Gefahr" besser reagieren können. Daher der erhöhte Herzschlag. Gleichzeitig wird der restliche Denkapparat abgeschaltet, es geht ja ausschließlich ums Überleben. Wir haben regelrechte Denkblockaden, da dieses Programm nur drei Entscheidungen zulässt:

Angriff
Flucht
Totstellen (bei uns besser unter "Kuschen" bzw. "den Schwanz einziehen" bekannt)

Wir haben in diesem Augenblick keinen Zugriff auf unser Wissen und sind nicht in der Lage zu denken. Die Blockade ist perfekt.

 

 

6. Anti-Stresstipps für Sie

Neben einem konsequenten Stressmanagement gibt es noch eine ganze Reihe kleinerer und größerer Dinge, die Sie tun können, um weniger gestresst zu sein. Nachfolgend einige Stichworte zu Anti-Stresstipps. Diese beziehen sich auf die drei Bereiche: seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen den drei Bereichen zu erreichen und in allen drei Bereichen Ausgleich und Harmonie zu schaffen.

 

Anti-Stresstipps für die Seele

"Nein sagen" und abgeben können
Gut für sich sorgen
Arbeitsraum so wohltuend wie möglich gestalten
Tagträumen oder Phantasiereisen unternehmen
Meditieren
Mentaltraining (Energie-Dusche, Schutzraum u.a.m.)
Mit anderen reden
Gefühle herauslassen

 

Anti-Stresstipps für den Geist

Befriedigenden Ausgleich finden
Persönliche Weiterentwicklung
90 Sekunden-Pausen einlegen

 

Anti-Stresstipps für den Körper

Für ausreichend Bewegung sorgen
Abreagieren
Sport treiben
Gesunde Ernährung
Genussmittel einschränken

 

Wellness gegen Stress

Etwas gegen den Stress zu tun, erfordert, dass Sie gut für sich selbst sorgen. Dazu müssen Sie sich Gedanken machen, was Sie brauchen und was Ihnen eigentlich gut tut. Und genau diese Dinge müssen Sie dann, in ihren Alltag einbauen.

 

 

7. Soforthilfen gegen erste Stresssymptome

Bei ersten Alarm- oder Gefahrenzeichen ziehen wir die Schultern hoch und halten den Atem an;
und bei Stress geht in der Regel der Atem flacher. Eine einfache Art, dem Stresshormon Adrenalin entgegenzuwirken, ist ganz: tief durchatmen und Schultern locker fallen lassen.
"Da stockt mir der Atem" sagt der Volksmund oder auch "Da muss ich erst mal Luft holen". Um nicht den "Atem anzuhalten", ist es hilfreich, mit dem Ausatmen und Schultern-fallen-lassen zu beginnen, nach einer kurzen Pause folgt das Einatmen wie von selbst. Tiefes Einatmen begrenzt sich nicht auf die Brust, sondern bezieht das Bauchatmen mit ein. Wenn Sie ihre Hand auf die Bauchdecke legen, spüren Sie, wie sich diese beim Ausatmen nach innen und beim Einatmen wieder nach außen wölbt.
 
Gähnen ist ein natürlicher Reflex, der die Körperatmung vertieft, den Kreislauf anregt und die 
Energiezufuhr im Gehirn verbessert. Zudem löst er Verspannungen im Kopf und an der Kiefermuskulatur. Das Kiefergelenk ist eine der wesentlichen Verbindungsstellen zwischen Gehirn und Körper. Achten Sie auch immer wieder im Tagesverlauf darauf, den Kiefer locker zu lassen - besonders wenn Sie sich so richtig durchbeißen oder wenn Sie die Zähne zusammenbeißen müssen, ist dies als Prophylaxe sehr hilfreich.
 
Ein weiterer Reflexpunkt, den schon die Griechen, Römer und auch die Inder kannten und nutzten, 
wird ausgelöst, wenn Sie die Zunge gegen den Gaumen legen; die Zungenspitze soll dabei ungefähr einen halben Zentimeter hinter den oberen Schneidezähnen liegen. Auch hierdurch wird ein tieferes Atmen ausgelöst, oftmals sogar ein Gähnen. Diese Zungenstellung wird auch in einigen alten Meditationsanweisungen beschrieben.
 
Eine Hand auf die Stirn oder auf den Hinterkopf zu legen, oder beides gleichzeitig, hat 
ebenfalls entspannende Wirkung. "Ich bin wie vor den Kopf geschlagen" zeigt das tiefe Wissen um diese Zusammenhänge im Volksmund ebenso wie "Da muss ich mir an den Kopf fassen".
 
Besonders wirksam ist das Berühren der beiden Stirnhöcker, also der so bezeichneten Stellen 
auf der Stirn zwischen Augenbrauen und Haarlinie. Sie mit den Fingerspitzen zu berühren oder leicht zu massieren wirkt entstressend. Es hilft, beide Gehirnhälften zu aktivieren und die Durchblutung in allen Organen und Muskeln zu fördern. Diese Bewegung ist unauffällig durchführbar. Manche Menschen fassen sich auch instinktiv an die Stirn.
 
Zeigen Sie die Zähne, d.h. lachen Sie herzhaft. Oder wenn Ihnen nicht danach zumute ist lächeln 
Sie wenigstens. Und zwar mindestens 60 Sekunden ununterbrochen (das ist ein anstrengendes Unterfangen, aber es lohnt sich!). Ihr Körper schüttet dann Freudehormone aus und Sie fühlen sich gleich erleichtert.
 
Schließlich sei noch die Thymusdrüse erwähnt als Bindeglied zwischen Körper und Geist. Sie liegt 
im unteren Bereich unter dem Brustbein. Sie durch Handauflegen oder leichtes Klopfen zu stimulieren, bringt den Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht. Eine Bewegung, die unauffällig und zumindest in kleinen Pausen leicht durchführbar ist.
 
Und als letzte kleine und sehr effektive Technik möchte ich Ihnen das Palmieren (engl. palm = 
Handfläche) vorstellen. Beim Palmieren bedecken Sie beide Augen mit ihren Handflächen, wobei Sie die Handballen auf der Wange aufstützen und die Handflächen gewölbt halten, so dass das Auge nicht berührt wird, aber auch kein Licht mehr durchschimmert. In dieser "Sicherheitszone" können die Augen sich entspannen. Wenn sich aber die Augen entspannen, entspannen sich auch andere Muskeln im Gesicht und in der Nackengegend, so dass diese Übung eine einfache Kurzentspannung bietet. Steigern Sie den Effekt in dem Sie die Handinnenflächen kräftig reiben, bevor Sie sie mit den nun angewärmten Handflächen ihre Augen bedecken.

 

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