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1.
Hochleistungszentrale Gehirn
Die
ca. 15 cm zwischen unseren Ohren sind durch eine Wundermaschine belegt,
die mehr leisten kann als jeder Computer. Während Sie diese Zeilen lesen,
verarbeitet diese Wundermaschine diese Buchstaben in Symbole der
Information, wandelt sie in Wissen um und speichert sie ab, immer
abrufbereit. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass alle unsere Körperteile
funktionsfähig sind, sämtliche Körperbefehle jederzeit ausgeführt
werden können und die Körpertemperatur stets im grünen Bereich ist. Sie
reguliert die Verdauung, die Umsetzung der Brennstoffe in Energie und,
und, und...
Und
alles das in Mikrosekunden und rund um die Uhr. Unglaublich! Dabei
beträgt das Gewicht des Gehirns nur 1/50 unseres Körpergewichts, aber es
erhält fast 1/5 des zirkulierenden Bluts, verbraucht also 20% unserer
Energie. Diese ca. zwei Fäuste große, 3 Pfund schwere und fetthaltige
Gewebsmasse, ist die Grundlage aller menschlichen Leistungen. Unser Gehirn
besteht aus 15 bis 100 Milliarden Nervenzellen - so der momentane
Forschungsstand – und jede dieser Milliarden von Nervenzellen steht mit
2.000 bis 200.000 anderen Nervenzellen in Kontakt. Dieses gewaltige
Netzwerk bildet unsere "Intelligenz" bzw. bestimmt die Qualität
unserer Entscheidungen, die wiederum unser ganzes Leben bestimmen. Stellen
Sie sich einmal ein Büro mit 15 Milliarden Sekretärinnen vor. Jede
Sekretärin bedient eine Telefonzentrale. In Sekundenbruchteilen stellt
sie Verbindungen zu bis zu 200.000 Kolleginnen her, holt Informationen
ein, gibt sie weiter, trifft Entscheidungen aufgrund vorheriger
Gespräche, speichert wichtiges ab und unterhält sogar zu manchen
Kolleginnen eine "Standleitung".
Unser
Gehirn hat zwei Hauptfunktionen: Unser Überleben zu sichern und Recht zu
bekommen. Wir streben also i.d.R. immer nach Sicherheit und begehen oft
benutzte Pfade. Je öfters wir Dinge tun, desto selbstverständlicher,
leichter und automatischer laufen diese "Programme" ab. Vom
Trampelpfad zur sechs-spurigen-Autobahn. Sicherlich kennen Sie das: Sie
haben frei und wollen einkaufen fahren. Sie steigen ins Auto und los gehts. An der Ecke an der sie gewöhnlich zur Arbeit abbiegen, biegen
sie automatisch in Richtung ihrer Arbeitsstelle ab, um etwas später
festzustellen, dass ihr Autopilot sie in die falsche Richtung hat fahren
lassen. Kennen Sie das? - Alte Muster, Autobahn...
Möglicherweise
kommen ihnen ab und zu bzw. öfters folgende Gedanken wie "Ja, ja,
wenn es so einfach wäre" oder "So ein Unsinn, natürlich muss
ich ..." in den Sinn. Sie können an derlei Gedanken sehr schön
erkennen, wie ihr Gehirn einmal eingefahrene Muster, Programme zu
verteidigen versucht. Neue, gegensätzliche Informationen werden zunächst
einmal mitleidig belächelt und möglichst schnell "abgewürgt",
das erspart nämlich die genaue Überprüfung, denn diese könnte ja
eventuell ergeben, dass das alte Muster nicht passt, und das wiederum
würde Unsicherheit verursachen, einen Zustand also, den das Gehirn nun
mal überhaupt nicht mag. Solange Sie ihr Gehirn nicht mit ihrem Willen
steuern, wird es nur nach alten Mustern funktionieren. Mustern, die Ihnen
Zwang und Druck einbringen. Deshalb hören Sie auf mit "Wenn das so
einfach wäre" oder ähnlichem. Diese Denkweisen führen lediglich
dazu, dass Sie nicht überprüfen, sondern weiterhin an Alteingefahrenem
festhalten. Denken Sie immer daran: Sie reagieren nicht auf die Realität,
sondern auf das, was ihr Gehirn aus der Realität macht!

2.
Gehirnfunktionen
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Funktionen der linken,
dominanten Gehirnhälfte: |
Funktionen der rechten,
nicht dominanten Gehirnhälfte: |
Kontrolle der rechten Hand,
Hören, Zeitgefühl,
Teilen, verbale und geschriebene
Sprache, Umgang mit Zahlen, Analyse,
Logik, Urteilen, Schlussfolgerungen, Regeln, Gesetze,
linear, Anspannung, Introvertiertheit,
Konvergenz, das
Rationale, das Objektive, Anstrengung,
Erlernen neuer Dinge, Beschäftigung mit
Einzelheiten, Überleben, Angst und
Schmerz, Glaubenssystem, Sitz des AIZ
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Kontrolle der linken Hand, Körpersprache,
Sehen, Raumgefühl, Musikverständnis,
Initiative, Zusammenfügen,
Synthese,
vernetzt, Entspannung, Intuition und
übersinnliche Wahrnehmung, Extrovertiertheit,
Kreativität, Divergenz,
das Emotionale, das Subjektive,
auf sich zukommen lassen, unbewusste
Gewohnheiten, Betrachtung des Ganzen,
Einsichten und Ideen |
| Der
typische "Denker" |
Der typische
"Träumer" |
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Vera F. Birkenbihl nennt
Menschen, die nur eine Gehirnhälfte benutzen
"Gehirnbesitzer". Diejenigen, die beide Hälften
integrieren "Gehirnbenutzer".
Zu welcher "Gattung" gehören Sie?
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Funktionen der vorderen
Gehirnhälfte: |
Funktionen der hinteren
Gehirnhälfte: |
Aktivierung der Muskulatur von
Gesicht, Lippen, Kiefer und Zunge, Steuerung
der Augenbewegungen, ZBAD = Zone
bewussten assoziativen Denkens, Wahl,
Veränderung,
keine Emotionen
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Verarbeitung von aktuellen Empfindungen,
Emotionen und Muskelaktivität als
Reaktion darauf, Verarbeitung aller
Wahrnehmungen durch das physische bzw.
"geistige" Auge, Sitz des AIZ = Allgemeine
Integrationszone (ca. 3-4 cm groß), Begrenzungen,
keine Wahl, Überlebensmuster, Erinnerung, alte Muster, ca. 95-98%
unserer Zeit verbringen wir hier |
Machen
Sie doch einfach einmal folgende kleine Übung zur Überprüfung ihrer
persönlichen Hirndominanz! (Hier
klicken)

3.
Gehirnintegration
Überkreuzbewegungen
Ü berkreuz gehen oder hüpfen. Der rechte
Ellenbogen wird zum linken Knie geführt und
umgekehrt. Näheres dazu in Punkt
4. bzw. im Artikel Eigenbalance.
Liegende Acht
Mit ausgestreckten Armen eine große liegende Acht in die Luft malen.
Die Augen sind geöffnet und auf die Fingerspitzen gerichtet, der Blick
folgt den Bewegungen der Hände.
Lateralitätsbahnung nach
Dennison
Überkreuz gehen dabei nach links oben schauen und singen oder summen.
Homolateral gehen (Arm und Bein derselben Seite bewegen sich gleichzeitig)
dabei nach rechts unten schauen und zählen.
Fingerspitzen beider Hände berühren sich. Dabei vorstellen, dass beide
Gehirnhälften zusammenarbeiten (symbolische Integration beider
Hemisphären).
Überkreuz gehen dabei in alle Richtungen schauen. Homolateral gehen dabei
in alle Richtungen schauen. Überkreuz gehen und dabei ein X
visualisieren.
Blickrichtungen ausgleichen
Eine Hand liegt auf dem Bauchnabel, Daumen und Zeigefinger der anderen
Hand massieren sanft die Akupressurpunkte "Niere 27"
(Vertiefungen unterhalb des Schlüsselbeins direkt am Übergang zum
Brustbein).
Dabei mit den Augen langsame Kreisbewegungen entgegen dem Uhrzeigersinn
ausführen
4.
Weitere Möglichkeiten aus dem Brain-Gym
Hier stelle
ich Ihnen eine kleine Auswahl an weiteren Brain-Gym-Übungen vor. Das
Brain-Gym besteht aus einer ganzen Reihe von Übungen, aber Sie können
auch mit einzelnen Übungen schon die positiven Wirkungen erfahren.
Finden Sie ihre persönlichen
Übungen
Dieser Abschnitt über das
Brain-Gym kann Ihnen natürlich nur einen kleinen Einblick geben. Ich
möchte Sie deshalb ermutigen, sich mit diesem Thema intensiver
auseinanderzusetzen, vor allem wenn Sie selbst Kinder haben, die zur
Schule gehen oder wenn Sie selbst viel lernen müssen. Das Brain-Gym kann
mit viel Spaß von der ganzen Familie gemeinsam durchgeführt werden.
Hierzu ist z.B. ein sehr kindgerechtes Buch erschienen: "Brain-Gym"
von Paul E. und Gail E. Dennison. Weitere Übungen finden Sie z.B. in dem
Buch "Brain-Gym
im Büro". Für alle, die sich genauer mit dem Brain-Gym befassen
wollen, sind die entsprechenden Bücher zu empfehlen, da dort die
verschiedenen Übungen anhand von Zeichnungen oder Fotografien anschaulich
vermittelt werden.
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Überkreuzbewegung
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Die Überkreuzbewegung ist eine sehr einfache Übung: Gehen Sie
einfach auf der Stelle, ziehen Sie jeweils das eine Knie hoch und bringen
Sie das Bein mit dem Ellenbogen des angewinkelten Arms der anderen Seite
zusammen: Also das linke Bein mit dem rechten Ellenbogen und umgekehrt.
Versuchen Sie diese Bewegung möglichst langsam und bewusst auszuführen.
Wirkung der Übung:
Mit dieser Übung stimulieren Sie die Funktionen ihres gesamten Gehirns
und der Stirnlappen. Das hat umfassende positive Auswirkungen auf sowohl
geistige als auch körperliche Aktivitäten.
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Elefant
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Sie stehen aufrecht mit entspannten Knien. Legen Sie das linke Ohr auf
ihre linke Schulter. Sie sollten das Ohr so dicht an die Schulter bringen,
dass Sie so ein Stück Papier festhalten könnten. ihr Arm ist gestreckt.
Nun malen Sie mit ausgestreckten Zeigefinger vor sich eine große liegende
Acht in den Raum, indem Sie ihren Oberkörper von der Taille an dazu
einsetzen. Beginnen Sie vom Körper aus mit der Bewegung nach links oben.
Verfolgen Sie über die gesamte Acht hinweg ihre Fingerspitze mit den
Augen. Machen Sie diese Übung 3 bis fünfmal mit jeder Seite.
Wirkung der Übung:
Mit der Übung werden alle Bereiche ihres Geist-Körper-Systems aktiviert.
Außerdem lösen Sie damit Verspannungen im Nackenbereich.
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Schwerkraftgleiter
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Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Strecken Sie die Beine nach
vorne aus, so dass die Füße noch den Boden berühren, legen Sie ein
Fußgelenk auf das andere und beugen Sie dann die Knie leicht. Atmen Sie
nun langsam aus und beugen Sie sich dabei nach vorne unten in Richtung ihrer überkreuzten Füße.
Ihre Arme lassen Sie gestreckt und parallel zu
den Beinen. Beugen Sie sich nur so weit nach vorne, wie es Ihnen angenehm
ist. Beim Einatmen richten Sie sich wieder in ihre ursprüngliche
Sitzposition auf. Wiederholen Sie diese Übung so oft Sie mögen,
mindestens aber drei mal. Dann überkreuzen Sie ihre Füße anders herum
und machen die Übung noch einmal.
Wirkung der Übung -
Sowohl langes Sitzen als auch Stress verursachen Verspannungen im
Beckenbereich. Mit dieser Übung können Sie diesen Bereich entspannen und
er wird besser durchblutet. Durch eine Entspannung erreichen Sie eine
bessere Körperkoordination und ein besseres Gleichgewichtsgefühl.
Außerdem wird die Auffassungsfähigkeit gesteigert.
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Alphabet-Acht
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Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und beginnen Sie nun in der Mitte des
Papiers damit, liegende Achten übereinander zu zeichnen. Setzen Sie dabei
den Stift nicht ab.
Zeichnen Sie nun drei solche
Achten mit der rechten Hand und dann drei mit der linken Hand und zum
Schluss drei Achten mit beiden Händen gleichzeitig. Ihr Blick sollte auf
die Spitze des Stifts gerichtet bleiben (wenn Sie mit beiden Händen
zeichnen, fixieren Sie immer eine Spitze).
Zeichnen Sie nun drei Achten mit
der Hand, mit der Sie normalerweise schreiben und dann schreiben Sie ohne
den Stift abzusetzen ein kleines "a" auf der linken Seite der
liegenden Acht. Ohne den Stift abzusetzen, malen Sie dann weitere 3
liegende Achten und dann ein "b" auf der rechten Seite. Lassen
Sie dann drei liegende Achten folgen, um dann ein "c" rechts zu
malen und nach zwei weiteren Achten ein "d" links. Enden Sie mit
drei liegenden Achten.
Wirkung der Übung:
Diese schriftlichen Liegende-Acht-Übungen lösen Schreibblockaden auf und
integrieren die beiden Gehirnhälften. Das setzt ihre Kreativität frei.
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Double-Doodle
(Simultanzeichnen)
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Nehmen Sie sich ein großes Blatt Papier und in jede Hand einen Stift.
Nun beginnen Sie mit beiden Händen gleichzeitig spiegelbildlich Figuren,
Kringel und Kreise zu zeichnen. Am besten fangen Sie mit einfachen Formen
an. Falls Ihnen diese Übung schwer fällt, können Sie beim Zeichnen laut
"auf" oder "ab" sagen, um die gemeinsamen
Handbewegungen zu koordinieren.
Wirkung der Übung:
Mit dieser Übung fördern Sie die Koordination ihrer Augen und
unterstützen die Augen-Hand-Abstimmung für eine bessere
Schreibfertigkeit.
Zusatztipp für Profis:
Versuchen Sie einmal mit beiden Händen gleichzeitig ihren Namen zu
schreiben - mit der rechten Hand normal und links spiegelbildlich.
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